Krimi

Höhlenmord von AnnA Barkefeld und Julian Letsche

Cover Buch Höhlenmord

Der regionale Krimi

Zunächst erscheint es normal: zwei regionale Autoren schreiben einen regionalen Krimi. Ab hier wird's gleich mehrfach ungewöhnlich: Ein Fall, zwei Autoren, zwei Geschichten. Und das geht so: Kurz vor der Eröffnung einer einmaligen prähistorischen Ausstellung im Osterei-Museum Sonnenbühl wird zwischen den Exponaten aus der Bärenhöhle ein menschlicher Knochen entdeckt. Die Aufregung ist groß. An dieser Stelle starten beide Krimis, die sich nicht unterschiedlicher entwickeln könnten.

Julian Letsche schickt seine frisch gebackene Hauptkommissarin Magdalena Mertens und ihren Kollegen Sascha Groß dienstlich ins Rennen um die Überführung des Mörders des windigen Harry Kolinski, mit dem so ziemlich jeder eine Rechnung offen hatte.

AnnA Barkefelds Tübinger Kommissar Andreas Clemens macht bei seinen Verwandten Osterurlaub in Erpfingen, um sich von Tante Röschen pflegen zu lassen.
Er leidet an Selbstmitleid und eingebildeten Krankheiten. So entgeht ihm, dass vor seiner Nase große Aufregung herrscht. Erst als der naseweise junge Hobbydetektiv Daniel spurlos verschwindet, steigt der Clemensche Blutdruck.

Damit nicht genug der Experimentierfreude der beiden Autoren. Julian Letsche ist seit vielen Jahren Mitglied in der Band Lads Go Buskin, die spezialisiert ist auf Irish Folk ist. Jimmy Maas, sein kreativer Kollege, hat sich von den Krimis inspirieren lassen und mit leichter Hand nicht weniger als drei neue Songs für Lads geschrieben, die bei den kommenden Lesungen exklusiv gespielt werden.

Rückblick: Erste Krimilesung

Folk-Rock-Band Lads Go Buskin

Das neue Jahr war genau zwei Tage alt, als die Krimilesung "Höhlenmord" mit Musik auf der Sonnenmatte in Sonnenbühl stattfand.

Die Autoren AnnA Barkefeld und Julian Letsche lasen gemeinsam aus ihrem neu erschienenen Buch. Die Folk-Rock-Band Lads Go Buskin begleitete den Abend mit eigens dafür komponierten Songs wie Bones, Älbler und Al Capone. Jimmy Maas, Gitarrist, Sänger und kreativer Kopf, schrieb die hitverdächtigen Lieder mit den überraschenden Texten. Dass Krimilesungen kombiniert, ergänzt und erweitert werden mit "good crack", wie die Band ihre Musik nennt, ist schon eine besondere Sache, die den Gästen großen Spaß macht, genauso wie den Bandkumpels Eckhard Bez (Schlagzeug), Christof Hummel (Geige) und Bernd Stotz (Akkordeon).

So wurden die Gäste zwei Stunden lang locker unterhalten und ohne die inzwischen obligatorische Zugabe durften die Lads sich nicht verabschieden.