Vitrine: Johann Ludwig Schneller

Der Erpfinger Missionar und Schulleiter

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums im Jahr 2018 hat Johann Ludwig Schneller eine neue Vitrine bekommen, die zentral im Erdgeschoss des Osterei-Museums zu sehen ist.

Johann Ludwig Schneller:  Pädagoge und Missionar

Johann Ludwig Schneller wurde 1820 in Erpfingen geboren. Er wuchs dort auf und besuchte neben der Schule die Kinderstunde von Mathes Christian.
Bei ihm lernte Schneller Gottes Wort kennen. Dies hatte prägenden Einfluss auf sein weiteres Leben.
 
Später arbeitete er als Lehrer an verschiedenen Schulen, bis er über die Basler Mission 1854 mit seiner Frau Magdalena nach Jerusalem kam, um zu missionieren.
Dort gründeten sie am 10. November 1860 eine Schule für Waisenkinder. Es bekam den Namen „Syrisches Waisenhaus“.
Das Ziel der Schule war eine Kombination aus Schul- und Handwerkerausbildung im Rahmen eines Internates und einer Tagesschule. Die religiöse Erziehung gehörte fest zum Unterricht.

Anfangs fehlte es an allem. Die Kinder schliefen auf dem Boden, der mit einer Strohmatte bedeckt war.
 
Im Vorwort aus der Haus- und Dienstordnung für Angestellte (1930) hieß es:
„Das syrische Waisenhaus ist eine Missionsanstalt, die den armen Kindern des Heiligen Landes dienen will. Allen Mitarbeitern muss daher dieser Dienst an erster Stelle stehen. Dieser Dienst besteht darin, dass für die in der Anstalt aufgenommenen Kinder nach Leib und Seele gesorgt wird.“
 
Aus den Anfängen entwickelte sich eine Anlage, die zu einer der größten Bildungseinrichtungen des Nahen Ostens wurde und bis heute lebendig ist.
Die Nachfolge-Schulen befinden sich im LIbanon und in Jordanien. Der Evangelische Verein für die Schneller-Schulen unterstützt die Arbeit.
Mehr Informationen finden Sie unter ems-online.org.

Zu Johann Ludwig Schneller gibt es einen Katalog, der an der Museumskasse erhältlich ist.

Foto aus der Sonderausstellung 2010: die Reisetruhe Johann Ludwig Schnellers.

Foto aus der Sonderausstellung 2010 im Osterei-Museum.