Vitrine: Johann Ludwig Schneller

Der Erpfinger Missionar und Schulleiter

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums hat auch der bekannte Sohn Johann Ludwig Schneller eine neue, eigene Vitrine bekommen, die zentral im Erdgeschoss des Osterei-Museums zu sehen ist.

Johann Ludwig Schneller
 
Schneller wurde in Erpfingen 1820 geboren. Er wuchs hier auf und besuchte neben der Schule die Kinderstunde von Mathes Christian,
bei dem er Gottes Wort kennen lernte.
Dies hatte prägenden Einfluss auf sein Leben.
 
Als Schneller sein Lehrerexamen bestanden hatte, arbeitete er an mehreren Schulen, bis er über die Basler Mission 1854 mit seiner Frau Magdalena nach Jerusalem kam.
 
Dort gründeten sie am 10. November 1860 ein Haus für Waisenkinder.
Es bekam den Namen „Syrisches Waisenhaus“, da die meisten Kinder aus der türkischen Provinz Syrien kamen.
 
Das Ziel der Schule war eine Kombination aus Schul- und Handwerkerausbildung sowie eine religiöse Erziehung.
 
Anfangs fehlte es an allem. Die Kinder schliefen auf dem Boden, der mit einer Strohmatte bedeckt war.
 
In dem Vorwort aus der Haus- und Dienstordnung für Angestellte (1930) hieß es:
„Das syrische Waisenhaus ist eine Missionsanstalt, die den armen Kindern des Heiligen Landes dienen will. Allen Mitarbeitern muss daher dieser Dienst an erster Stelle stehen. Dieser Dienst besteht darin, dass für die in der Anstalt aufgenommenen Kinder nach Leib und Seele gesorgt wird.“
 
Aus den Anfängen entwickelte sich eine Anlage, die zu einer der größten Bildungseinrichtungen des Nahen Ostens wurde und bis heute lebendig ist.


Die Nachfolge-Schulen befinden sich im LIbanon und in Jordanien. Der Evangelische Verein für die Schneller-Schulen unterstützt die Arbeit.
Mehr Informationen finden Sie unter ems-online.org.

Zu Johann Ludwig Schneller gibt es auch einen Katalog.